Fabian Schiller ist neuer Meister im Silver-Cup der Blancpain-GT-Serie

Der Troisdorfer Rennfahrer stand auch beim 4. von 5 Sprintrennen wieder ganz oben auf dem Siegerpodest

Mit einem lupenreinen Doppelsieg im Silver-Cup der Blancpain-GT-Serie 2017 hat Fabian Schiller seiner Erfolgsserie im internationalen Motorsport am vergangenen Wochenende ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Auf dem Hungaroring in Budapest gewann der 20-jährige Rennfahrer aus Troisdorf-Eschmar zusammen mit seinem Partner Jules Szymkowiak in der Wertung für junge Nachwuchspiloten sowohl den Qualifikationslauf am Samstag als auch das einstündige Hauptrennen am Sonntag. Damit sicherte sich das deutsch-niederländische Fahrerduo bereits nach vier von fünf Rennen vorzeitig den Titel des Silver-Cup Champions.



Nachdem er bereits im vergangenen Jahr mit einer beispiellosen Siegesserie vorzeitig die Meisterschaft in der Renault Sport Trophy gewonnen hatte, musste Schiller auch in diesem Jahr nicht bis zum Finale warten, um sich einen Titel zu schnappen. Aktuell haben der gebürtige Bonner sowie sein Heerlener Teamkollege 121 Punkte gesammelt, während ihr nächster Verfolger lediglich 86 Zähler auf seinem Konto hat. Bei maximal noch 33 zu vergebenden Punkten ist den beiden jungen Sportwagenpiloten deshalb schon vor dem letzten Lauf der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen.

Auf der 4,381 Kilometer langen Grandprix-Strecke vor den Toren der ungarischen Landeshauptstadt rechtfertigten Fabian Schiller und sein 21-jähriger Partner ein weiteres Mal das Vertrauen, welches Norbert Brückner, der Teamchef von HTP Motorsport aus Altendiez, zum Saisonbeginn in seine beiden Junioren gesetzt hatte. Bereits zu Beginn des freien Trainings umrundete der knallgelbe MANN-Mercedes-AMG GT3 den Kurs in nur 1:44,372 Minuten, was Rang acht im Gesamtklassement bedeutete. Im ersten Zeittraining lief es für das HTP-Duo noch besser, denn diesmal reichte die gefahrene Rundenzeit von 1:43,753 Minuten sogar für den dritten Platz. Als dann aber später die Piste immer schneller wurde, gelang den beiden keine optimale Runde und sie mussten sich trotz einer weiteren Zeitenverbesserung mit der 21. Startposition zufrieden geben.

Schon in der Anfangsphase des Qualifikationslaufs machte Fabian Schiller den verlorenen Boden wieder wett und schob sich trotz der engen und kurvenreichen Strecke, auf der Überholen extrem schwer ist, Platz um Platz nach vorne. Die obligatorischen Boxenstopps zur Rennhälfte würfelten die Reihenfolge der 30 GT3-Sportwagen zwar zunächst kräftig durcheinander, doch der HTP-Crew gelang ein perfekter Reifenwechsel, sodass die Startnummer 85 sich an der 16. Position wieder einreihen konnte. Bis zum Fallen der schwarzweiß-karierten Flagge ging es sogar noch zwei weitere Plätze nach vorne, während die nächsten Silver-Cup-Teams erst jenseits von P20 der Gesamtwertung ins Ziel kamen.

Am Sonntag zeigte das deutsch-niederländische Duo dann ein weiteres Mal seine außergewöhnliche Klasse und schnappte sich auch im Hauptrennen den Sieg im Silver-Cup. Lediglich kurz nach dem Start gab es eine Schrecksekunde, als Szymkowiak beim Überholversuch einen Markenkollegen touchierte. Der HTP-Mercedes verlor dabei jedoch glücklicherweise keine Position und beide Fahrzeuge konnten das Rennen fortsetzen. Als Achter im Rennen sammelte Schiller nach seiner tollen Performance vor vier Wochen bei den 24 Stunden von Spa ein weiteres Mal auch Punkte für das Gesamtklassement und hat sich auf Rang 19 im Feld der fast 100 Teilnehmer in der Blancpain- Serie nach vorne geschoben.

Trotz seines guten Abschneidens war Fabian Schiller nach dem Rennen nicht ganz zufrieden. „Natürlich bin ich zuerst mal super glücklich, dass wir nun schon zum vierten Mal in Folge unsere Klasse, den Silver-Cup, gewonnen haben und so einen großen Punktevorsprung herausgefahren haben, dass wir nicht mehr eingeholt werden können“, gab der gebürtige Bonner zu Protokoll. „Ich musste allerdings deutlich mehr kämpfen als sonst. Die Rundenzeiten zu Beginn meines Stints waren zwar ganz okay, aber verglichen mit anderen Rennen kam ich mit dem Auto nicht ganz so gut zurecht. Das ist etwas, an dem wir noch arbeiten müssen, aber wir werden genau dies tun und dann noch stärker zurückkommen. Den Silver-Cup zu gewinnen, ist zwar schön, aber unser Ziel muss es nach wie vor sein, auch im Gesamtklassement regelmäßig vorne mit dabei zu sein.“

Insgesamt zwei Veranstaltungen der Blancpain-GT-Serie stehen dieses Jahr noch auf dem Programm. Zunächst wird Mitte September auf dem Nürburgring der fünfte und letzte Lauf zum Sprint-Cup ausgetragen, bevor es dann zwei Wochen später in Barcelona beim ebenfalls fünften Endurance-Rennen zum großen Finale kommt.


 

In Budapest geht es für Fabian Schiller wieder auf Punktejagd

Der vierte von fünf Läufen zum Blancpain GT Series Sprint Cup startet am Wochenende auf dem Hungaroring

Nach dem 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps hat die Blancpain GT Serie sich eine vierwöchige Sommerpause gegönnt, doch jetzt biegt die populäre internationale Rennserie für GT3- Sportwagen allmählich auf die Zielgerade ein. Drei Veranstaltungswochenenden stehen insgesamt noch im Kalender, von denen die beiden folgenden in Budapest und auf dem Nürburgring als Sprintrennen ausgetragen werden, bevor es dann Ende September bei dem Langstreckenlauf auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren von Barcelona zum finalen Aufeinandertreffen kommt. Mit Aston Martin, Audi, BMW, Bentley, Ferrari, Jaguar, Lamborghini, McLaren, Mercedes- AMG, Nissan und Porsche setzen nicht weniger als elf der weltweit renommiertesten Sportwagenbauer der Welt ihre jeweiligen Topteams auf die Jagd um den begehrten Titel an.



Auf die professionelle Unterstützung einer ebenso erfahrenen wie erfolgreichen Mannschaft kann auch Fabian Schiller vertrauen. Der 20-jährige Troisdorfer pilotiert einen Mercedes-AMG GT3, der von dem Altendiezer Team HTP Motorsport eingesetzt wird und in der hoch stehenden Blancpain-GT-Serie auf jeden Fall zum Kreis der Favoriten zählt. Schiller teilt sich den etwa 550 PS starken V8-Boliden mit dem Niederländer Jules Szymkowiak und reist mit großen Erwartungen nach Budapest. In den zurückliegenden drei Rennen eilte das Duo im Silver-Cup für junge Nachwuchspiloten von Sieg zu Sieg und sammelte fleißig Punkte für die Fahrerwertung. „In den Endurance-Rennen hatten wir einen nicht ganz so guten Start in die Saison, aber im Sprint-Cup läuft es für Jules und mich zur Zeit ganz gut“, erklärt Schiller. „Wir haben sowohl in Misano und Brands Hatch als auch zuletzt in Zolder den Sieg im Silver-Cup geholt und liegen hier aktuell an der Tabellenspitze. Jetzt hoffe ich auf ein weiteres gutes Resultat in Ungarn, um dann bei meinem Heimspiel auf dem Nürburgring am 17. September mit Familie, Freunden und Partnern den Titel feiern zu können!“

Der Hungaroring dürfte allen Motorsportfans bestens bekannt sein, denn bereits seit 1986 trägt die Formel 1 dort alljährlich den Großen Preis von Ungarn aus und auch die DTM war bereits drei Mal in Budapest zu Gast. Die Rennstrecke liegt nur knapp 20 Kilometer nordöstlich der ungarischen Landeshauptstadt und bietet den Zuschauern wegen ihrer in ein Tal eingebetteten Lage hervorragende Voraussetzungen, um das Geschehen auf dem 4,381 km langen Kurs zu verfolgen. Den Piloten ist sie als sehr anspruchsvoll bekannt, lässt jedoch aufgrund des mit 10-12 Metern relativ schmalen Asphaltbandes sowie der zahlreichen Kurven nur wenige Überholmöglichkeiten zu. „Unser GT3- Sportwagen ist fast doppelt so schwer wie ein Formel 1-Auto. Deshalb ist es nicht so einfach, sich auf den relativ kurzen Geraden in eine aussichtsreiche Position für ein Überholmanöver zu bringen“, erklärt das Mitglied des AMC Siegburg. „Für uns wird es auf dem Hungaroring also noch mehr als sonst darauf ankommen, im Zeittraining einen möglichst guten Startplatz herauszufahren.“

Bereits am Freitag Morgen um 10:00 Uhr und um 14:15 Uhr haben Fabian Schiller und Jules Szymkowiak in den freien Trainingssitzungen erstmals die Gelegenheit, die Strecke kennen zu lernen und an der Fahrwerksabstimmung des HTP-Mercedes mit der Startnummer 85 zu arbeiten. Am Samstag Morgen um 9:40 Uhr geht es dann ins Zeittraining, bevor nachmittags um 15:50 Uhr im Qualifying-Rennen über 30 Minuten die ersten Meisterschaftspunkte vergeben werden. Das Hauptrennen geht über die Distanz von einer Stunde und wird am Sonntag um 14:20 Uhr gestartet. Alle Sessions werden live auf dem YouTube-Channel der Serie übertragen, über die Homepage www.blancpain-gt-series.com kann man den aktuellen Stand sowie alle Rundenzeiten außerdem im Livetiming mitverfolgen.

Text: F.. Wagner / Schiller Motorsport - Fotos: HTP Motorsport

 

Hervorragender 7. Platz für Fabian Schiller bei den 24h von Spa

Beim Marathon-Rennen in den belgischen Ardennen führte der Troisdorfer GT3-Pilot das Rennen zeitweise sogar an und bestach durch eine fehlerfreie Leistung

Fabian Schiller hat seine Premiere bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps, seinem ersten Langstrecken-Klassiker, mit Bravour gemeistert. Mit nur einer Runde Rückstand auf den Gesamtsieger überquerte der Mercedes-AMG GT3, den der Troisdorfer sich am vergangenen Wochenende mit dem Österreicher Dominik Baumann und dem Schweden Edward Sandström teilte, als Siebter die Ziellinie. Insgesamt 63 Sportwagen waren am Samstag um 16:30 Uhr in den Langstrecken-Marathon auf der Ardennen-Achterbahn gestartet, doch zahlreiche Unfälle und technische Probleme dezimierten das Starterfeld schon in der ersten Rennhälfte. Am Ende sahen nur 35 Fahrzeuge die schwarzweiß-karierte Flagge.

Von einem eher bescheidenen 26. Startplatz war das internationale Trio in den siebten Lauf der Blancpain GT Serie gestartet, doch schon in der Anfangsphase des Rennens trumpften Schiller und seine beiden Partner mit konstant schnellen Runden auf und schoben sich schnell Platz um Platz nach vorne. Als nach sechs Stunden Renndauer die erste Zwischenwertung erfolgte, wurde der Mercedes mit der Startnummer 85 bereits an der sechsten Position notiert, nach zwölf Stunden lag Schiller als Zweiter sogar in unmittelbarer in Schlagdistanz zum Spitzenreiter. Insgesamt 13 Punkte wurden dem Mitglied des AMC Siegburg dafür auf seinem Konto gutgeschrieben.

In der zweiten Rennhälfte wechselten sich die Top-Piloten fast ständig auf Platz eins des Ergebnismonitors ab. Auch Fabian Schiller sammelte am frühen Sonntag Morgen Führungskilometer. Auf beeindruckende Art und Weise machte der erst 20-jährige Sportwagenpilot bei Regen in nur wenigen Rennrunden 16 Sekunden auf den bis dahin führenden Ex-Formel-1-Star Giancarlo Fisichella gut, bis sich bedingt durch die unterschiedlichen Boxenstopp-Strategien die Reihenfolge wieder verschob. Unter optimalen Bedingungen wäre für das Team HTP Motorsport an diesem Wochenende sicher eine Podiumsplatzierung möglich gewesen, doch zunächst geriet der Stuttgarter Sportwagen in den Nachtstunden in eine Kollision, bei der das Heck beschädigt wurde. Später fing sich die Altendiezer Mannschaft noch eine Durchfahrtsstrafe ein, weil man beim obligatorischen, fünfminütigen Bremsenservice vorwärts in die Box gefahren war, was laut Reglement nicht gestattet ist. „Wir hatten dadurch zwar keinen Vorteil, aber die Regeln sind nun einmal so“, musste Schillers Teamkollege Dominik Baumann hinterher eingestehen. In der Summe handelten sich die HTPPiloten durch diese Zwischenfälle etwa eine Runde Rückstand ein und genau diese Distanz fehlte am Ende bei der Zieldurchfahrt. Dennoch ist Schillers beeindruckende Leistung nicht unbemerkt geblieben. Im gesamten Fahrerlager erntete er für seine tolle Performance viel Lob.

Für HTP-Teamchef Norbert Brückner unterstrich das Abschneiden seiner Truppe einmal mehr die Freuden und Leiden des Langstreckensports: „Die 24 Stunden von Spa haben ihrem Ruf als bestbesetztes GT-Rennen der Welt wieder alle Ehre gemacht. Das Niveau im Teilnehmerfeld war unglaublich professionell. Von daher ist ein siebter Rang gar nicht hoch genug zu bewerten. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Nach den frühen Ausfällen der beiden anderen Fahrzeuge haben alle Moral gezeigt und sich nicht hängen lassen. Der siebte Rang von Dominik, Edward und unserem jungen Fabian war der verdiente Lohn dafür.“

Fabian Schiller ergänzte: „Ich wusste, dass das 24-Stunden-Rennen in Spa eine extreme Herausforderung wird. Aber es hat mega viel Spaß gemacht. Wir sind von P25 gestartet und haben zwischenzeitlich sogar geführt. Nach zwölf Stunden haben wir auf P2 liegend auch Punkte für die Meisterschaft bekommen. Ich bin jetzt ziemlich erschöpft, da ich drei Doppelstints und sogar einen Triplestint gefahren bin. Aber es war eine super Erfahrung und mit dem siebten Platz haben wir am Ende ein gutes Ergebnis eingefahren.“

Text: F. Wagner / Schiller Motorsport - Fotos: HTP Motorsport
 

 

Fabian Schiller startet beim 24h-Rennen in Spa-Francorchamps

 

Das HTP-Mercedes-Team des Troisdorfers gehört zu den Favoriten bei dem Langstrecken-Klassiker in Belgien

Am kommenden Wochenende geht für Fabian Schiller endlich die fünfwöchige Sommerpause zu Ende. Nachdem er beim letzten Event im französischen Le Castellet auf Grund von technischen Problemen leider nicht die Zielflagge sah und daher bei der Punktevergabe leer ausging, brennt der Troisdorfer Rennfahrer um so mehr darauf, wieder hinter dem Lenkrad des von HTP Motorsport aus Altendiez eingesetzten Mercedes-AMG GT3 zu sitzen. Dass es diesmal ins belgische Spa-Francorchamps geht, macht die Vorfreude bei dem gebürtigen Bonner noch größer, denn der mit 7,004 km längste Kurs im aktuellen Kalender gehört wegen des anspruchsvollen Layouts zu seinen absoluten Lieblingsstrecken.

Das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, die siebte von zehn Veranstaltungen der Blancpain GT Serie 2017, ist zugleich das Saison-Highlight der populären internationalen Sportwagen-Meisterschaft, die ihre Rennen von April bis Oktober in sieben europäischen Ländern austrägt. Die Fahrer können sowohl in den fünf Sprintläufen als auch in den fünf Langstreckenrennen Punkte für den jeweiligen Cup sammeln. Darüber hinaus gibt es zum Saisonende eine Gesamtwertung. Eine Besonderheit bilden hierbei die 24 Stunden von Spa, denn wegen der außergewöhnlichen Distanz werden den Piloten bei dem Marathon in den belgischen Ardennen nicht nur bei der Zielankunft, sondern bereits nach sechs und nach zwölf absolvierten Stunden Punkte gutgeschrieben.

Der Circuit de Spa-Francorchamps liegt knapp 20 km entfernt von der deutsch-belgischen Grenze bei Monschau im Dreieck zwischen den Städten Malmedy, Spa und Stavelot, zu dessen Gemeindegebiet der Kurs gehört. Der Start-Ziel- Bereich der Strecke wiederum liegt nahe der Ortschaft Francorchamps, worin auch der Name des Kurses begründet liegt. Wegen der Höhendifferenz im Streckenverlauf von insgesamt etwa 100 Metern und der zahlreichen Kurven, in denen hohe Fliehkräfte auftreten, trägt die Strecke auch den Beinamen „Ardennen-Achterbahn“. Sie wurde bereits im Jahr 1921 eröffnet, führte damals weitgehend über ansonsten öffentliche Landstraßen und war ursprünglich mit 14,863 km mehr als doppelt so lang wie heute.

Auf Grund ihrer kurzen Entfernung von nur etwa 150 km werden mit Sicherheit viele Freunde und Arbeitskollegen von Fabian Schiller am Wochenende nach Belgien fahren, um dem frischgebackenen Industriekaufmann, der seine Ausbildung bei der Troisdorfer Kitz Maschinenbau GmbH letzten Monat erfolgreich abgeschlossen hat, die Daumen zudrücken. Aber auch Martin Rosorius, ehemaliger Vizebürgermeister und Vorstandsmitglied des AMC Siegburg, hat bereits angekündigt, seinem talentierten Clubmitglied vor Ort an der Rennstrecke die Daumen zu drücken.

„Ein Rennen in Spa-Francorchamps zu fahren, ist für sich betrachtet ja schon etwas Besonderes. Aber bei den 24 Stunden dabei zu sein, ist wirklich einzigartig. Es ist nicht nur mit weit mehr als 60 Sportwagen das größte GT3-Rennen der Welt, sondern aufgrund der Qualität der Teilnehmer wohl auch das höchste Level, welches im GT-Sport bisher erreicht wurde“, erklärt Schiller. „Persönlich habe ich sehr gute Erinnerungen an den Kurs, denn ich habe mich dort in der Vergangenheit immer wohl gefühlt. Außerdem habe ich im vergangenen Jahr in Spa die Meisterschaft in der Renault Sport Trophy gewonnen.

Wie schon bei den vorangegangenen Läufen zum Blancpain Endurance Cup in Monza, Silverstone und Le Castellet wird sich Fabian Schiller den HTP-Mercedes mit der Startnummer 85 auch in Spa wieder mit dem Österreicher Dominik Baumann und dem Schweden Edward Sandström teilen. Bereits am Donnerstag Mittag steht für das internationale Trio das erste freie Training auf dem Programm, bevor es abends in die Qualifying Sessions geht. Ab 21:55 Uhr absolvieren die Piloten zusätzlich ein Nachttraining, um sich auf die besonderen Bedingungen des 24h-Rennens einstellen zu können. Am Freitag gibt es die sogenannte Super-Pole für die schnellsten Teilnehmer der Zeittrainings. Der Start für die Hatz zwei Mal rund um die Uhr findet am Samstag um 16:30 Uhr statt.

Text: F. Wagner / Schiller Motorsport - Fotos: Blancpain GT Series

 

 

Fabian Schiller in Le Castellet schnell unterwegs aber nicht im Ziel

Technische Probleme führten zu einem vorzeitigen Aus des HTP Mercedes-AMG GT3 in der Blancpain GT Serie

Mit einer unerwartet hohen Zahl an Ausfällen ging am letzten Juni-Wochenende der sechste Saisonlauf der Blancpain GT Serie 2017 auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet zu Ende. In einem Rennen, in dem nur 40 der 58 gestarteten Sportwagen in Wertung das Ziel erreichten, gehörte leider auch das Fahrertrio Fabian Schiller (D) / Dominik Baumann (A) / Edward Sandström (S) zu den Leidtragenden, die ihren Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 85 vorzeitig mit technischen Defekt abstellen mussten.



„Wir kennen die genauen Ursachen für die Defekte noch nicht, zumal sie in dieser Form zuvor noch nie aufgetreten sind“, erklärte Norbert Brückner, der Teamchef von HTP Motorsport aus dem rheinland-pfälzischen Altendiez hinterher. „Wir werden die Probleme daheim in Ruhe analysieren und gemeinsam mit AMG die richtigen Schlüsse daraus ziehen – nicht zuletzt natürlich auch in Hinblick auf die 24 Stunden von Spa Ende Juli. Schade ist es natürlich allemal, wir hätten heute definitiv die Chance gehabt auf’s Podium zu fahren. Aber so ist der Motorsport nun einmal – hätte, wäre, wenn zählt nicht.“

Mit großen Erwartungen hatte Fabian Schiller die Reise nach Südfrankreich angetreten, denn den 5,842 km langen Kurs unweit der Cote d’Azur kannte der Troisdorfer bereits aus dem vergangenen Jahr, als er dort in der Renault Sport Trophy startete. Das dreigeteilte Qualifying begann auch sehr viel versprechend, denn in den ersten beiden Sessions konnte das Trio sich mit den Positionen fünf und sieben sofort in der Spitzengruppe des Teilnehmerfeldes platzieren. Erst im dritten Qualifying, als die Rundenzeiten deutlich nach unten gingen, verlor man ein klein wenig den Anschluss und wurde schließlich mit einer Bestmarke von 1:57,249 Minuten an der 17. Stelle notiert.

Mit einer starken Startphase sowie einer gelungenen Boxenstopp-Strategie konnten sich Fabian Schiller und seine Teamkollegen im Rennen sofort nach vorne schieben und wurden schon bald in den Top Ten des hochkarätigen Teilnehmerfeldes notiert. Auf dem Weg in eine Top 5 Platzierung versagte dann aber völlig überraschend die Technik des Mercedes und Schiller musste den 500 PS starken Boliden nach 71 Runden vorzeitig abstellen.

„Natürlich sind wir alle sehr enttäuscht, dass wir das Rennen nach dieser tollen Startphase nicht beenden konnten“, gab Schiller anschließend offen zu. „Das Sechs-Stunden-Rennen von Paul Ricard sollte für uns ja auch so etwas wie eine Generalprobe für die 24 Stunden von Spa in fünf Wochen sein. Ich bin aber zuversichtlich, dass die HTP-Mannschaft den Fehler findet und uns für das Saisonhighlight in Belgien wieder ein perfekt vorbereitetes Auto auf die Räder stellt. In der Silver-Cup Fahrerwertung liege ich nach wie vor in Führung und hoffe, dass ich nach den letzten beiden Sprintrennen auf dem Hungaroring in Budapest und bei meinem Heimspiel am Nürburgring den Titel holen kann.“

Text: F. Wagner / Schiller Motorsport - Fotos: Blancpain GT Series